• Ein Luxusanwesen des russischen ehemals hohen Regierungsbeamten Igor Schuwalow in St. Gilgen-Burgau ist besetzt worden.
  • Anarchisten fordern unter anderem die Nutzung privatisierten Leerstandes, für Geflüchtete, Deserteure und Wohnungslose.

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Eine Oligarchen-Villa in St. Gilgen-Burgau ist am Samstagvormittag von etwa 40 Aktivisten besetzt worden. Das Anwesen soll dem ehemaligen russischen Vize-Premier Igor Schuwalow gehören. Wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hatte die EU auch gegen den millionenschweren Schuwalow Sanktionen verhängt. Der 55-Jährige soll daraufhin die Villa Medienberichte zufolge Anfang März geräumt haben.

Die Polizei war von der Aktion noch nicht informiert, als die APA von der Gruppe über die Besetzung in Kenntnis gesetzt wurde. Eine Sprecherin erklärte, man sei ein „loses Bündnis anarchistischer Aktivistinnen und Aktivisten“. Man fordere eine Enteignung des russischen Besitzers.

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Aktivisten wollen Besetzung nicht ohne Widerstand beenden

„Wir haben uns nicht verschanzt sondern sind vorerst recht entspannt“, sagte die junge Frau, die anonym als Sprecherin bleiben möchte. Die Besetzung werde „nicht komplett widerstandslos“ aufgegeben. In welcher Form man sich den polizeilichen Anweisungen widersetze, würde jeder Einzelne aus dem Bündnis für sich entscheiden.

Aus den Fenstern der Villa hängen Transparente mit Aufschriften wie „Solidarity with all refugees and deserters“ und „Freier Seezugang“. In einer Presseaussendung üben sie Kritik an dem Krieg in der Ukraine und fordern die Nutzung privatisierten Leerstandes, für Geflüchtete, Deserteure und Wohnungslose. Auch dass viele Seezugänge in privater Hand sind, ist der Gruppe ein Dorn im Auge. Man forderte einen „Stopp der Privatisierung des Attersees“. (apa/mf)