leben.. und lieben, sind zwei verschiedene W͠ Orte.. und Wörter doch, sehr nahklingende irgendwie
08.06.2020
wenn du und ich sie sagen hören,
oder in uns sich zartgewebebilden lassen, sie denkend, bedenkend sie mit dem Raum in uns, während wir empfinden,
daß das Wort und du
ich..
dich flicht, wie es richtig ist.
Denkst du dir dieselben Wörter, als wärst du noch der Knabe deiner neun Jahre… werden dieselben Wörter viel niedlicher, runder.
Stimmt’s?
Ich?
also: ‚lieben… das war in meinem Kindsein ganz kugelrundwarm um’s Herz, und.. ich habe dafür keine Erklärung!!, starkstark in den Füßchen. Sehr karfunkelnd.. da, ohne irgendeine Fraglichkeit. … ein sehr glückliches Kind, würde ich sagen.
lasse ich das Wort jetzt-frei in mir Raum auffalten… Moment..
verändert sich vor allem völlig die Konsistenz… statt völlig selbstinsich.. träumendsinnend, hochbeweglich… sehr gering ansprechbar weichweitspielend, ohne Mühe sich verlierend, suchelos… und irgendwo wieder aufflutend, ohne daß Gewaltigkeit mich anderes als wetterfreute.. ich mag Stürme, Wogen, Naturgewalten… mein Herz singt da die Erde mit.. wahrscheinlich danke ich das solchen Ahnen! .. ich weiß es nicht.
früher schloß mein Kinderherz: alles kraftvoll in sich, und trug es glücklich. Offenbar, nun wo ich das schreibrufe: empfand ich mein Herz, und was ich darin barg, als meine Schatzkammer! Und daß so etwas Schönes jeder hat, war fraglos mir Gewißheit. Damit konnte man ja auch herrlich spielen und Schätze teiletauschen, mitlieben. Eine kraftvolle Geschichte, wunderbar! Ein richtiges Erdschweinchen, wie es sich das Chinesische Horoskop nach Dorothea Lau.. vorstellt. Ich wußt‘ das freilich nicht. Mit anderen Menschen ging sich das oft recht gut bis brauchbar aus. Ich war zufrieden. Ich war auch friedlich / was andere durchaus auch anders empfanden. Nun..
sage ich „lieben“ heute, nicht mit dem Mund, nicht gedankengekürzt auf nahezu nichts als ein x-beliebiges Vokabel,
dann brauche ich Wirkzeit,
um alle Webe, Stück um Stück, Teil um Teil, Insel um Insel… die bei diesem Gedanken als mitklingend anspringen,
zu einem mich nun mir erzählenden Lebendigen
erstehen zu lassen.. ich lasse das Wortalso in mir sprechen, und höre mir zu, wie es mich anders wirkt….
ein Bißchen als Wassertropfen, und ich bin Masaru Emoto
ein Bißchen!!!!
______________
jedenfalls.. es geht heute dieses Wort
<: nicht mit klarer Innigkeit auch zu meinem Teddybären, zum Dunkel meine Bettchens, das ich moooooochte! … zu Spielgefährten, kochender Omi, vorlesendem Opa, Schule, Klavierlehrerin und und….. jedes „andere“ wird in von ihm mitbestimmten – hervor gerufenen? – Farben und Mustern, Räumen auch.. das ist spannend wie Märchen!!!! — geliebt, erscheint so auch, entschwindet wieder…. und kommt wieder zurück
heute ich, <:
ist schon ganz anders.
vielleicht möchte ich doch dem grundsätzlich mir scheinenden Gedanken Form geben, daß heute ich auch das Lieben anderer erlebe, andere manch‘ Mal in deren Anliegengärten mit Freude verwahrend stehen und behutsam-kraftvoll, zähtreu.. das gibt es Unglaubliches!, walten sehe.. und auch anderer Nichtlieben.. erlebe. Was, auch dem gar nicht Beteiligtem sogar, schwer hinwiderum erlebbar, ausfallen kann.
und man selbst wohnt nun auch.. in verlassenen Landschaften eigenen Bedauerns, die sich nicht mehr ändern werden.. und man wird auch diese zu bleiben haben, entweiht fragende Stätten Damendank Mit Gott möcht' ich nicht tauschen.
Nein, da freut mich Menschsein!
obwohl mir klar ist,
daß es diesen Wartegott wahr gäbe nur, wären’s du oder wir. S I C
Auch wenn ich ‚leben und ‚lieben einige Male abwechsle.. wie ich einmal eine Toccata spiele, und dann ein anderes Klavierstück…
wie ich „lieben“ heute geweberaumerlebe?
Kommentar hinterlassen